370 Jahre Friedenskirche zu Jawor

370 Jahre Friedenskirche zu Jawor

370 Jahre Friedenskirche zu Jawor

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370 Jahre Friedenskirche zu Jawor

Als wir am 16. Mai aus Frankfurt (Oder) nach Jawor aufbrachen, ahnten wir schon, dass uns ein besonderes Fest bevorstehen würde. Die Friedenskirche feierte gleich zwei Jubiläen: Vor 370 Jahren wurde sie eingeweiht und seit 25 Jahren gehört sie zum UNESCO-Welterbe. Gemeinsam mit Gästen aus Polen, Deutschland und Tschechien versammelten wir uns zum ökumenischen Festgottesdienst in diesem beeindruckenden Bauwerk aus Holz und Lehm.

Es hat mich berührt, mit so vielen evangelischen Geistlichen in die volle Kirche einzuziehen, die Predigt von Pavel Pokorný, dem Synodalsenior der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder anzuhören, die Chöre zu hören und nicht zuletzt die evangelischen Lieder u.a. Martin Luthers, die mir so vertraut sind, auf Polnisch mitzusingen.  

Schon beim Betreten der Kirche wird die besondere Atmosphäre spürbar. Das prachtvolle Innere mit seinen Verzierungen und Emporen lässt Besucher*innen staunen. Im Gottesdienst wurde deutlich, dass die Friedenskirche weit mehr ist als ein historisches Denkmal: Sie ist bis heute ein Ort des Glaubens, der Begegnung und der Verständigung über Grenzen hinweg.

Rund um die Kirche herrschte anschließend buntes Treiben. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten sich regionale Initiativen und Kunstschaffende. Kreativangebote und Führungen luden dazu ein, die Geschichte der Stadt und der Friedenskirche näher kennenzulernen. Den Abschluss des Tages bildeten weitere kulturelle Veranstaltungen und Gespräche über die Bedeutung des christlichen Glaubens in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen.

Für mich war dieser Tag vor allem eine Erinnerung daran, wie eng unsere Regionen miteinander verbunden sind. Die Friedenskirche in Jawor erzählt von einer bewegten europäischen Geschichte und davon, dass Frieden und Verständigung immer wieder neu gelebt werden müssen.

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