31.07.2026 0 Kommentare
Vorstellung GKR-Mitglieder
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# Gemeindekirchenrat

Vorstellung GKR-Mitglieder
Vorstellung von Sigrid Wenzke und Johannes Gabbert
- Frau und Mann - im GKR alles dabei
der GKR ist in der Geschlechterfrage relativ ausgewogen
Sigrid, ist dir eine eine Ausgewogenheit in dieser Sache wichtig oder eher unbedeutend?
Ich empfinde, dass es ein gesundes Verhältnis von Männern und Frauen im GKR gibt! Durch die unterschiedlichen Herangehensweisen ergänzen und bereichern wir uns gegenseitig!
Johannes, denkst du, dass Männer und Frauen Dinge anders sehen und es dadurch zu einer größeren Vielfalt kommt im GKR?
Im Prinzip ist diese Frage ganz einfach mit Ja zu beantworten, um aber nicht in ein Fettnäpfchen zu treten, ergänze ich. Wie wir Dinge sehen und bewerten steht immer im Kontext zu unseren Erfahrungen. Gesellschaftlich und auch biologisch bedingt ist dieser Erfahrungsschatz zwischen Frauen und Männern unterschiedlich. Es ist wichtig möglichst diverse Erfahrungen im GKR vereint zu haben und das denke ich, haben wir. Das aber nur auf Frauen und Männer herunterzubrechen käme zu kurz, da gibt es noch mehr Faktoren.

Das Personal im Pfarrdienst hat sich in den letzten 40 Jahren stark gewandelt. War es früher ein typischer Männerberuf, wird er heute - wie auch bei uns in der Gemeinde- von Frauen dominiert.
Sigrid findest du das positiv oder eher bedauerlich?
Ja, es gibt da einen großen Wandel vom Personal im Pfarrdienst! Wie in jedem Team, wäre auch hier ein gesundes Verhältnis von Männern und Frauen gut! Einfach weil es in jeder Gemeinde Frauen und Männer gibt! Aber wir haben hier, im tiefen Osten nun mal diese Situation und ich finde, dass unsere Pastorinnen es dennoch gemeinsam gut meistern und einen Rundumblick für alle Gemeindemitglieder haben.
Johannes- würdest du gerne öfters eine Männerstimme von der Kanzel hören?
Ich bin wahrscheinlich sehr pingelig was die Bewertung von Predigten anbelangt. In meinem Leben bin ich bisher nur zwei Pfarrpersonen begegnet, deren Predigten mich nahezu immer berührt und mitgenommen haben. Das eine war eine Frau, das andere ein Mann. Daher meine ich, spielt das für mich keine Rolle. Den Komfort überhaupt verschiedene Personen auf der Kanzel zu haben, schätze ich sehr. Es gibt viele Kirchgemeinden mit etlichen Dörfern die von nur einer Pfarrstelle bespielt werden.

In der Bibel sind es oft Männer, die eine Rolle spielen bzw. namentlich erwähnt werden. Sigrid, welche Frauengestalt in der Bibel fällt dir sofort ein und warum?
Ich habe gerade einen tollen Vortrag, über die Königin Esther am Persischen Hof gehört. Sie war Jüdin, davon sollte aber keiner etwas wissen. Ihr Onkel teilte ihr mit, dass alle Juden unter Haman, einem Minister, unterdrückt und vernichtet werden sollten. Was sollte sie als Königin tun?
Einfach zu ihrem Mann gehen und davon berichten, könnte ihr Todesurteil am antiken Hof sein.
Sie hatte große Angst, Todesangst! Sie entschied sich dafür, ihren Onkel zu bitten, dass alle Juden drei Tage für Sie fasten und beten sollten. Dasselbe wollte sie mit ihren Dienerinnen auch tun! Sie wollte Gott vertrauen! Dann nahm sie all ihren Mut zusammen und fand schließlich einen Weg, mit ihrem Mann zu sprechen. So konnte ihr ganzes Volk gerettet werden und Haman erhielt ein gerechtes Urteil. Sie war eine sehr mutige Frau! Zum Gedenken an diese Rettung wird noch heute in Israel, das fröhliche Purimfest gefeiert.
Johannes, gibt es eine Männergestalt in der Bibel, die dir besonders nahe steht?
Vielleicht bin ich da durch meinen eigenen Namen recht voreingenommen, aber Johannes der Täufer ist schon eine gewisse Autorität mit seinem: „Kehrt um und bekehrt euch!". Das gilt für mich im Kleinen wie im Großen. Selbst wenn es Kleinigkeiten im Alltag sind, bei denen ich meiner eigenen Moral nicht gerecht werde, gibt es da den „Typ“ in seinem Kamelhaarmantel und einer klaren Botschaft schon bevor Jesus auf den Plan trat, das beeindruckt mich schon.
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