Die Kirchen unserer Kirchengemeinde
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Für den Gemeindebezirk Gertraud-Marien sind die Geschäftsführende Pfarrerin Beatrix Forck (Mitte West) und Pfarrerin Irene Brockes (Mitte Ost) zuständig.
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Die Kunstschätze der St.-Gertraud-Kirche
Die St.-Gertraud-Kirche wurde 1878 als neugotische dreischiffige Basilika erbaut. Sie geht auf eine Kapellengründung der Gewandschneider aus dem Jahre1378 zurück. Ihre heutige Gestalt erhielt sie 1978 – 1980.
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Aus der Geschichte der St.-Gertraud-Kirche

Bild: Schwarz/Weiß Bild der St. Gertraud Kirche Frankfurt (Oder)1368 Die reiche Gewandschneiderinnung läßt die St.-Gertraud-Kapelle in der Gubener Vorstadt von Frankfurt (Oder) erbauen. Sie soll den Bewohnern der Vorstadt, wie auch nach Süden ziehenden Kaufleuten und Wanderern als Anbetungsstätte dienen.

18. Okt. 1368 Bischof Peter von Lebus bestätigt die Fundation der »Kapelle zu St. Gertraud, Urban und Theobald vor dem Gubener Tor«

1432 Die Hussiten zerstören die Gubener Vorstadt einschließlich der St.-Gertraud-Kapelle. Die Kapelle wird bald danach wieder aufgebaut.

1539 Bald nach der Einführung der Reformation in Brandenburg durch Joachim II. wird die Kapelle zur Pfarrkirche der Gubener Vorstadt.

1614 Das älteste heute erhaltene Kirchenbuch von St. Gertraud beginnt.

Anfang Apr. 1631 Vor dem Angriff der Truppen des schwedischen Königs Gustav II. Adolf brennen die kaiserlichen Truppen die Gubener Vorstadt mit der St.-Gertraud-Kirche nieder.

1660 Der Wiederaufbau der St.-Gertraud-Kirche beginnt.

25. Apr. 1662 Die im barocken Stile wiederaufgebaute St.-Gertraud-Kirche wird eingeweiht.

um 1670 Der spätgotische und heute noch erhaltene Altarschrein mit der Darstellung des Thomas entsteht.

1820 Die Gewandschneiderinnung hat an Bedeutung verloren. Sie kann die nach den Befreiungskriegen so notwendigen Reparaturen an der Kirche nicht mehr ausführen. Die Kirche wird per Vertrag an die Stadt übergeben. Bei der festlichen Übergabe stiften die Gewandschneider noch eine silberne Taufschale,Taufkanne und einen Tauftisch. Danach löst sich die Innung auf. Die Taufschale ist bis heute in Benutzung.

Nov. 1822 Durch den baufälligen Zustand der Kirche vereinigt sich zeitweilig die Gemeinde der Gubener Vorstadt mit der der Oberkirche. Für die Gottesdienste wird die Marienkirche und für die Taufen der Betsaal von St. Spiritus genutzt.

1823 Nach Sicherungsarbeiten an der Kirche finden in St. Gertraud wieder Gottesdienste statt.

1824 Erneute Schließung

Nach 1824 Umfangreiche Baumaßnahmen, danach wieder Nutzung der Kirche durch die Vorstadtgemeinde. Die Kirche ist jedoch für die stark gewachsene Gemeinde schon viel zu klein.

1856 Innere Restaurierung der Kirche. Bis zu ihrer Beendigung nutzt die Gemeinde wieder die Marienkirche und den Betsaal von St. Spiritus.

1865 Erste Schritte für einen Neubau von St. Gertraud. Der Magistrat setzt eine gemischte Kommission ein. Es soll ein Anleihe zum Bau der Kirche abgeschlossen werden.

1873 Der Bau der neuen St.-Gertraud-Kirche im neogotischen Stil beginnt. Der Neubau wird südlich des alten Standortes ausgeführt.

20. Dez. 1878 Die Kirche wird in Anwesenheit der Spitzen der Frankfurter Gesellschaft durch Generalsuperintendent D. Büchsel eingeweiht.

1882 / 1885 Im Zuge einer ersten größeren Reparatur erhält die Kirche eine neue Turmspitze.

1928 Ein Bereich im Westen der Stadt wird vom Kirchsprengel St. Gertraud abgetrennt und als Evangelische Kreuzgemeinde verselbständigt.

1930 Bei Reparaturarbeiten an der Kirche werden viele Zierate, die noch beim Bau als Elemente der Gotik galten, entfernt. Die Kirche erhält eine neue Turmspitze.

1945 Die St.-Gertraud-Kirche wird am Altarraum durch Artillerietreffer schwer beschädigt. Bald nach  Kriegsende beginnt der Wiederaufbau.

15. Mai 1949 Die provisorisch renovierte Kirche wird wieder in Benutzung genommen.

1975 Die Gertraud- und die Mariengemeinde werden vereinigt. Leuchter und Altar, dazu eine Sammlung wertvoller Epitaphen finden ihren neuen Platz in der St.-Gertraud-Kirche.

1978-1980 Die St.-Gertraud-Kirche wird umgebaut. Eine Decke wird eingezogen. Im Untergeschoß entstehen Büro- und Gemeinderäume, im Obergeschoß der heutige Kirchraum. Die 100-Jahr-Feier am 20. Dezember 1978 findet in der Konzerthalle statt.

22. Jun. 1980
Der nunmehr entstandene Kirchraum wird eingeweiht.

Die Kunstschätze der St.-Gertraud-Kirche

Herzlich willkommen, liebe BesucherInnen und Besucher, in der neogotischen St.-Gertraud-Kirche in Frankfurt (Oder). Dieses Kirchengebäude wurde 1878 fertig gestellt und ersetzte den Vorgängerbau, die ungefähr 100 m weiter nördlich (etwa dort, wo heute das Denkmal für Heinrich von Kleist steht) seit 1368 bestehende St.-Gertraud-Kapelle. Diese war Kirche der Frankfurter Gewandschneiderinnung.

Wo leitet sich der Name St. Gertraud her?

Die heilige Gertraud wurde 626 als Tochter von Pippin dem Älteren, einem Hausmeier im fränkischen Merowingerreich und Urururgroßvater von Karl dem Großen, geboren. Bereits im Alter von 12 Jahren wusste sie, dass sie nicht heiraten wollte. Gertraud wurde nach dem Tod der Mutter Äbtissin in dem von dieser gegründeten Kloster Nivelles (nahe dem heutigen Brüssel). In diesem Kloster wurde besonders die Herstellung liturgischer Textilien gepflegt. Daher wurde Gertraud (sie starb bereits 659) nach ihrer Heiligsprechung unter anderem Schutzpatronin der Gewandschneider.

Und nun zur Innenarchitektur der St.-Gertraud-Kirche. Sie haben sich sicher schon gewundert, dass sich die eigentliche „Kirche“ im Obergeschoss befindet. Eine Innenansicht des ursprünglichen Kirchenschiffs findet man auf dem Foto von 1893 im Erdgeschoss im Eingangsbereich. Der Einbau der Zwischendecke wurde 1980 beendet. Wie kam es zu dieser baulichen Änderung?

Am 1. Januar 1975 fusionierte die St.-Marien- mit der St.-Gertraud-Gemeinde, weil erstere wegen der kriegszerstörten Innenstadt kaum noch Mitglieder hatte. Außerdem musste das Gemeindehaus von St.-Marien der neu zu errichtenden Bezirksparteischule weichen. Die Versammlungs- und Büroräume des St.-Marien-Gemeindehauses wurden also in das neu entstandene Erdgeschoss der St.-Gertraud-Kirche verlagert. Im Obergeschoss befinden sich seit 1980 die aus der im April 1945 ausgebrannten St.-Marien-Kirche geretteten Kunstschätze Bronzeleuchter, Bronzetaufe, Marienaltar und die Tafelbilder.
 


Die St. Gertraudkirche wurde 1878 als neugotische dreischiffige Basilika erbaut. Sie geht auf eine Kapellengründung der Gewandschneider aus dem Jahre1378 zurück. Ihre heutige Gestalt erhielt sie 1978 – 1980. Die Ausstattung stammt zum größten Teil aus der 1945 zerstörten und jetzt im Wiederaufbau befindlichen gotischen Stadtpfarrkirche St. Marien. Vorrangig zu nennen sind die drei monumentalen Stücke:

1.    der Bronzeleuchter ca. 1375,
2.    die Bronzetaufe von 1376 und
3.    der Hochaltar von 1489.

Sie zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen mittelalterlicher Kunst. Jedes von  ihnen stellt einen Höhepunkt seiner Kunstgattung dar. Dazu gehören ferner

4.    16 Tafelbilder aus dem 16. Jahrhundert
5.    spätgotisches Relief
 

1.    Der Bronzeleuchter
Die christliche Gemeinde sieht seit Alters im 7-armigen Leuchter ein Symbol für die 7 Gaben des Geistes. In unserem siebenflammigen Kandelaber hat er eine einmalige Lösung gefunden – zwei gewellte Arme. Unter den erhaltenen monumentalen Leuchtern des Mittelalters zeichnet er sich durch die ungewöhnliche Form und den reichen Figurenschmuck aus. Es gibt kein in Typ und Dekor vergleichbares Beispiel.
Von den 7 Gaben des Geistes heißt es beim Propheten Jesaja Kapitel 11:
„Es wird ein Reis aufgehen aus dem Stamme Isaaks  und ein Zweig aus seiner Wurzel wird Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des Herren, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und Furcht des Herrn.“
In dem bekannten Weihnachtslied wird diese Stelle aus dem Alten Testament aufgegriffen: „ Es ist ein Ros‘ entsprungen aus einer Wurzel zart...“
Der Sproß aus der Wurzel Isais (Jesse) ist Jesus Christus. So erzählt der Künstler die Geschichte von Jesus von der Ankündigung seiner Geburt bis zu dem Tag, da seine Jünger zu Pfingsten die Gaben des Geistes empfangen.


                   
Leuchter


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2.    Die Taufe
zeichnet sich durch ihre originelle und ungewöhnliche Form aus. Das Becken ist sechseckig und wird von den Evangelistensymbolen getragen ( Engel = Matthäus, der noch zweimal wiederholt wird, Löwe = Markus, Stier = Lukas, Adler = Johannes). Die hohe Haube besteht aus einer sich nach oben verjüngenden sechseckigen Pyramide. Beide Teile sind mit reichstem Reliefschmuck überzogen.
Von unten nach oben auf die Haube übergehend lassen sich in zwei Streifen Szenen aus dem Alten Testament und in vier Streifen Geschichten aus dem Neuen Testament ablesen. Die Bilderreihe endet mit der Krönung der Maria durch Jesus Christus.
An den abgeflachten Ecken des Kessels sind noch Ecclesia und Synagoge, Engel und Teufel, kluge und törichte Jungfrauen angeordnet. An den Ecken der Haube stehen jeweils drei Figuren auf niedrigen Podesten: Könige, Heilige und Märtyrer.
Am unteren Rand der Haube lesen wir eine lateinische Inschrift. Übersetzt lautet sie: „ Im Jahre des Herren 1376 wurde diese Taufe von Meister Arnold vollendet, dessen Seele der Herr selig und glücklich mache.“
Schon die ältesten Schriftquellen des 16. Jahrhunderts erwähnen und rühmen das damals reich vergoldete Werk.
Neben der Bronzefünte der Rostocker Marienkirche aus dem Ende des 13. Jahrhunderts ist dies das bedeutendste Beispiel einer mittelalterlichen Taufe in Norddeutschland. Sie zählt zu den reichsten und originellsten monumentalen Bronzewerken aus gotischer Zeit überhaupt.
 

Taufe


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3.    Der Hochaltar
ist ein Wandelaltar und stammt aus dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts. Eine kleine Tafel, die      sich noch im 19. Jahrhundert an der Rückseite des Altars befand, trug die Jahreszahl
1489. In jener Zeit entstanden die berühmtesten spätgotischen Schnitzaltäre, z.B. der Krakauer Altar des Veit Stoß (1477 – 1489), der Wolfgangaltar von Michael Pacher  (1471 – 81 ). Der Stil der Schnitzfiguren und der Bilder weist auf Meister hin, die aus süddeutscher Tradition kommen.
Der Schrein steht auf einer Predella mit einem Maßwerkeinsatz in Stufenform. Er diente früher zum Aufstellen von Reliquien. Unser Altar zeichnet sich vor allem durch den Reichtum und die Qualität des Schnitzwerkes aus. Früher vervollständigte ein hochaufragendes Gesprenge seinen Aufbau. ( Es harrt z.Zt. noch seiner Restaurierung ) Im nördlichen Deutschland zählt er zu den größten erhaltenen Altären  Seine Skulpturen halten durchaus einen Vergleich mit den großen süddeutschen  Altären stand.

1.Wandlung:
Im geöffneten Schrein, der Festtagsseite,  steht Maria in Lebensgröße als Mondsichelmadonna zwischen dem heiligen Adalbert aus Prag und der heiligen Hedwig von Schlesien, den Patronen des Bistums Lebus. Zwischen ihnen sind in vier Reihen übereinander als kleine Figuren die zwölf Apostel angeordnet. Der gesamte Schrein mit seinen Figuren ist reich vergoldet.

Die beiden Flügel, auf Goldgrund gemalt, zeigen Szenen aus dem Marienleben: die Ankündigung der Geburt Jesu; Begegnung von Maria und Elisabeth (Heimsuchung) der Mutter Johannes des Täufers; die Anbetung des Christkindes  und die Anbetung der heiligen drei Könige.

2. Wandlung
(die inneren Flügel sind geöffnet, die Sonntagsseite ): Jesu Gebet in Gethsemane,  seine Gefangennahme, vor Herodes, vor Pilatus, Geißelung, Dornenkrönung, Ecce homo, Handwaschung des Pilatus. Auch hier dominiert der Goldgrund.

3. Wandlung (alle Flügel sind geschlossen, die Werktagsseite): Christus am Kreuz, Kreuzabnahme, Grablegung, Christus in der Vorhölle. Diese Szenen spielen in einer Landschaft mit weitem Hintergrund .Zwei Standflügel mit weiteren 4 Bildtafeln sind seit der Renovierung der St. Marienkirche  im Jahre 1830 verloren.

Die Passionsbilder sind nach Kupferstichen von Martin Schongauer und Israhel von Meckenem mit leichten Veränderungen gemalt.

Auf der Rückseite des Schreins ist aus etwas späterer Zeit, auf rauem Holz gemalt,  zwischen Rankenwerk der Zimmermann  Josef mit dem Jesusknaben an der Hand zu sehen.
 

Altar

 

 
4.    Die Tafelbilder
Bei den Tafelbildern handelt es sich vorwiegend um auf Holz gemalte großformatige Gemälde, die als Epitaphien dem Andenken verstorbener Patrizier gewidmet sind.
Hervorgehoben seien u..a. eine Dogmenallegorie: Gesetz und Evangelium nach Lucas Cranach d. J. im Typ  der Prager Fassung von 1554;
ein Rosenkranzbild, um 1535, das dem Meister des Hildesheimer Johannesaltars zugeschrieben wird;
eine bekrönte Madonna mit Kind als Halbfigur auf Goldgrund, um 1430 ( Schöne Madonna );
Gemälde auf Leinwand: Auferweckung des Jünglings von Nain von dem Berliner Hofkünstler Michael Ribestein ( 1555).

Neben biblischen Bildmotiven sind auf vielen Tafeln die Stifter und ihre Familien selbst dargestellt und durch Wappen und Inschriften kenntlich gemacht. Als bürgerliche Stiftungen bekannter Frankfurter Familien des 16. Jahrhunderts kommt ihnen größte stadtgeschichtliche Bedeutung zu. Darüber hinaus sind es auch  kunstgeschichtliche Werke von großem Rang.

5.Das Holzrelief
des ungläubigen Thomas stammt aus der alten St. Gertraudkirche.
Es ist ein Werk aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Ursprünglich wird es einmal
der Mittelteil eines Flügelaltars gewesen sein. Es liegt auch die Vermutung nahe, daß es aus dem ehemaligen Karthäuserkloster stammt.  Denn zu Füßen der Gruppe um Jesus kniet, etwas kleiner als die übrigen Figuren, ein betender Karthäusermönch,  vielleicht der Stifter,
                                              

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Die Sauer-Orgel von 1879
Die Orgel ist eine Sauer-Orgel aus der 1857 gegründeten Orgelbauwerkstatt von Wilhelm Sauer aus Frankfurt (Oder). Dieser Betrieb befindet sich heut in Müllrose ca. 10 km südlich von hier. Die Orgel ist noch die erste Orgel der St.-Gertraud-Kirche aus dem Jahre 1879. Sie wurde im Jahre 1943 mit beträchtlichem Aufwand umgebaut, um an ihr Barockstücke noch besser spielen zu können. Oder ging es um das kriegswichtige Zinn der Orgelpfeifen? Nach der Wende wurde durch den Gemeindekirchenrat 1994 der Beschluss gefasst (durch Gutachten von Orgelsachverständigen untermauert), diese Umbauten wieder rückgängig zu machen und den spätromantischen Originalzustand der Orgel wiederherzustellen. Diese Umbauten kosten über 100.000,- €.

Liebe Besucherinnen und Besucher! Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an den aus St.-Marien geretteten Kunstschätzen und wünschen Ihnen bei Ihrem weiteren Aufenthalt in Frankfurt (Oder) und auch sonst alles Gute!

 

Wolfgang Töppen / Susanne Seehaus


Führungen zu den Kunstschätzen in der St.-Gertraud-Kirche und zu den mittelalterlichen Fenstern der St. Marienkirche von einer ausgewiesenen Kirchenführerin  über
Evangeliche Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) – Lebus
Gertraudenplatz 6, 15230 Frankfurt (oder)
Tel./Fax 0335/ 387 280 10/11
ev.Kirche[at]kirchen-ff.de
 

Das Gemeindezentrum Neuberesinchen

Bild: Altar des ev. Gemeindezentrums NeuberesinchenIn der Berendsstraße 1, mitten im vom Stadtumbau betroffenen Gebiet, befindet sich ein evangelisches Gemeindezentrum, das der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) gehört. Es wurde von 1988-1990 nach Plänen des Architekten Paul Teichmann aus Lebus gebaut. Er gestaltete einen modernen Bau aus Klinkersteinen mit einem Innenhof. Im Inneren des Gemeindezentrums befindet sich ein großer Gemeindesaal mit Altar und Orgel. Die Wand hinter dem schlichten Holzaltar ist von dem polnischen Künstler Zajacz aus Karpacz gestaltet worden. Zajacz fertigte ein hölzernes Kruzifix an, das von zwei ebenfalls hölzernen Relieftafeln gerahmt ist. Die Relieftafeln stellen Brot (Kornähre) und Wein (Reben) dar, sodass eine Verbindung zum Abendmahl assoziiert werden kann. 

 

Neuberesinchen ist heute ein Stadtteil, der sich täglich verändert. Wohnungen werden abgerissen und viele Menschen ziehen weg. Die Gemeindearbeit im Gemeindezentrum versucht, darauf zu reagieren.